Ausflug zur blauen Stunde: Blick vom London Eye auf das House of Parliament mit Big Ben.

London to Brighton Veteran Car Run 2016

 

Wie und wo fängt man einen Bericht über den „London to Brighton Veteran Car Run“ eigentlich am besten an? OK, machen wir’s wie die Briten: Mit dem Wetter! Und das war hervorragend und historisch betrachtet ungewöhnlich gut. Der Start erfolgte ab 07.04 Uhr morgens im Hydepark. In 15 Startgruppen, beginnend mit den ältesten Fahrzeugen, wurden die rund 460 teilnehmenden Autos auf die 60 Meilen lange Route in das Seebad Brighton geschickt. Beeindruckend war die Fahrt durch die Prachtstraßen zum Buckingham Palast und über die Paradestraßen „The Mall“, „Horse Guard Road“ und dann weiter zur „Westminster-Bridge“. Mehr oder weniger spannend ist anschließend die Route mit gleichmäßigen Ampelstopps, bis man aus London heraus ist.

SB Dr. Klaus Schumacher - De Dion Bouton Baujahr 1900

Die Fahrt durch die dann folgenden kleineren Orte ähnelt dafür der Stimmung bei einem Marathonlauf oder bei einem Rosenmontagszug in Köln. Überall stehen gut gelaunte Menschen am Straßenrand und winken einem begeistert zu. An vielen Stellen sieht man Gartengrills im Vorgarten und dort werden kleine Partys zelebriert. Wer will, der kann unterwegs anhalten und mit den Menschen einfach zusammen feiern; die höflichen Briten empfangen einen mit offenen Armen! Man könnte so einen äußerst kurzweiligen Tag verbringen, aber bis ca. 16.00 Uhr sollte man das Ziel in Brighton erreicht haben. Abends fand die äußerst stilvolle Siegerehrung in einem festlichen Rahmen statt... einen Toast auf die Queen! Soweit ein kurzer Bericht zur Veranstaltung am Sonntag.

20 Meilen vor Brighton - Stimmung made in England

Das verlängerte Wochenende hatte natürlich noch viel mehr zu bieten. Da gab es eine hochkarätige Versteigerung im Auktionshaus Bonhams am Freitag und die „Regent Street Motorshow“ am Samstag in der gleichnamigen Pracht-Einkaufsmeile in London. Am allerschönsten war jedoch die gute Stimmung in der „ASC-Truppe“. Traditionsgemäß haben Schnauferlbrüder aus den Landesgruppen Westfalen-Süd, Bayern und natürlich aus der Landesgruppe Tradition mit ihren historischen Fahrzeugen teilgenommen. So war der ASC auch mit einer großen Delegation bei dem Empfang zum Deutschen Abend im Royal Automobile Club, kurz RAC, sowie bei dem Abschlussfest des Veteran Car Club in Brighton vertreten. Bereits ab Donnerstag, bzw. Freitag waren die ersten Teilnehmer angereist und es gab viele Gelegenheiten für herzliche Gespräche und für die Pflege der Freundschaft.

Super Stimmung auf dem LKW. Pierce-Arrow von 1913 als ASC-Begleitbus. Am Steuer Lukas Krämer
Chefradakteur des Clubmagazins "Das Schnauferl": SB Baron von Malberg in Begleitung seiner Gattin

Bei dem Veteran-Car-Run 2016 war Deutschland Gastland und die Landesgruppe Westfalen-Süd hatte es sich nicht nehmen lassen das hervorragende Blasorchester „Siegerländer Bergknappenkapelle Niederschelden“ mit rund 30 Musikern nach London mitzubringen. Am Deutschen Abend, bei der Regentstreet Motorshow, entlang der Route des Veteran Car Run und bei der Siegerehrung am Sonntag haben die Musiker aus Siegen konzertante Musik aus ihrem internationalen Repertoire zur Freude der Anwesenden gespielt.

Präsident der Landesgruppe Tradition Dr. Hans-Gert Schweigert und Sieger Wolfgang Presinger, Messingbeauftragter des ASC

Einen Glückwunsch an SB Wolfgang Presinger, der die Gleichmäßigkeitsprüfung mit dem ersten Platz belegen konnte und mit Stolz den großartigen Pokal des VCC in Empfang genommen hat. Einen riesigen Dank an alle Helfer und Organisatoren und hier voran der Dank an die Eheleute Renate und Harald Baier, die das „ASC-London-to-Brighton-Reisebüro“ mit einem großen persönlichen Einsatz organisiert haben. Einen ebenso großen Dank an Bobby Krämer und seine Familie, die einen „Pierce-Arrow-Bus“ Baujahr 1913 aus Deutschland als Fahrzeug für die „ASC-Fan-Truppe“ als Begleit-Oldtimer mitgebracht und zur Verfügung gestellt haben.

 

Mein persönliches Fazit: Als Oldtimer-Enthusiast sollte man das älteste Autorennen und auch das ganze Drumherum unbedingt einmal erlebt haben! Man sollte für den absoluten Genuss dieses Spektakels aber schon erheblich unter der totalen und unheilbaren „Oldtimer-Verrücktheit“ leiden! Was gibt es noch zu sagen? Alles war „very british“! PS: Das war für mich übrigens nicht das letzte mal "London to Brighton"!

 

Bericht Gerhard Breuer, Fotos Gerhard & Claudia Breuer

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